Google Analytics ganz einfach – mit „Google Analyticator“

Google AnalyticsIch weiß – Viele WordPress-Enthusiasten schlagen jetzt ganz entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen: „DAFÜR braucht man doch nun wirklich kein Plugin“.

Hm, ja, mag sein. Schließlich ist es wirklich kein Hexenwerk, den Tracking Code von Google Analytics in der header.php (zu finden unter „Design“ – „Editor“) genau vor das [/head] einzufügen.

Und trotzdem empfehle ich für den Einsatz von Google Analytics die Verwendung eines Plugins.

Warum? Weil Erfahrung klug macht 😉

Ganz zu Beginn meiner WordPress-Karriere habe ich den Google Tracking-Code auch immer auf die empfohlene Art und Weise eingebaut. Bis ich immer öfter mal Anrufe von Kunden bekam die nervös nachfragten: „Wieso habe ich plötzlich keine Besucher mehr auf meiner Website? Google Analytics zeigt seit Tagen (oder Wochen) 0 Besucher!“

Was war passiert?

Ganz einfach: Es gab ein Theme-Update. Und da ich meinen Kunden immer nahelege, Updates in WordPress möglichst zeitnah zu machen wurde dieses Update auch ausgeführt.

Und damit dann auch die header.php mit dem Google Analytics Tracking-Code überschrieben. Und ohne Tracking-Code kann Google leider auch keine Besucher mehr ermitteln.

Ja, ich höre die Einwände: Das kann man doch verhindern, indem man ein Child-Theme anlegt.

Stimmt. Aber ganz ehrlich: Wenn es sonst keine Anpassungen am Theme gibt halte ich es für etwas überzogen, nur für Google Analytics ein Child-Theme anzulegen.

Und daher bietet es sich einfach an, den Tracking Code außerhalb des Themes, über ein Plugin einzufügen.

Es gibt einige Plugins, die dieses Möglichkeit bieten. Google Analyticator gefällt mir von allen bisher am Besten.

Das Plugin ist sehr einfach einzurichten und – das ist für mich der wichtigste Pluspunkt – zeigt die wichtigsten Statistiken aus Google Analytics direkt im WordPress Dashboard an.

Google Analyticator einrichten

Nach der Installation von Google Analyticator findet sich unter „Einstellungen“ ein neuer Menüpunkt „Google Analytics“.

Menü Google Analyticator

Wenn man diesen Menüpunkt das erste Mal anklickt muss man zunächst eine Verbindung zu seinem Google Analytics Account anlegen.

Dafür klickt man zunächst auf einen der beiden angezeigten Links um den „Google Analytics Authentication Code“ abzufragen.

Autorisierungscode abfragen für Google Analyticator

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Daraufhin öffnet sich ein Fenster, das abfragt ob das Plugin auf die Daten von Google Analytics zugreifen darf:

Google Analyticator Zugriff auf Google Analytics erlauben

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Eventuell müssen Sie sich vorher in Ihrem Google Account einloggen, falls Sie noch nicht angemeldet sind.

Nach Klick auf den Bestätigungslink erhalten Sie einen Code, den Sie per Copy&Paste in das Feld für den Authentification Code des Plugins eintragen:

Code für die Autorisierung von Google Analyticator

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Code im Plugin eintragen

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Nach dem Klick auf „Speichern“ kommen Sie in die eigentliche Bearbeitungsmaske des Google Analyticators.

Ich gehe hier nicht auf alle Einstellungsmöglichkeiten ein sondern zeige nur die auf, die aus meiner Sicht wichtig sind:

Standardmäßig ist das Plugin deaktiviert. In dem Dropdown hinter „Google Analytics logging is“ können (und sollten) Sie den Status „Enabled“ auswählen.

Google Analytics Logging is enabled

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Im nächsten Dropdown wählen Sie das Konto aus, dessen Tracking Code in diese Website eingefügt werden soll. Natürlich müssen Sie das Account vorher bei Google Analytics bereits angelegt haben.

Google Analytics Account auswählen

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Standardmäßig werden neue Google Analytics-Accounts mit dem Universal Tracking Code eingerichtet. Wenn Sie bereits ein älteres Google Analytics Account haben sollten Sie prüfen, welche Methode (Universal oder Traditional) für den Code verwendet wurde. Die entsprechende Methode stellen Sie dann in diesem Dropdown ein:

Tracking Code auswählen

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Ganz wichtig ist es, dass Sie unter den „Tracking Settings“ bei „Anonymize IP Adress“ das „Yes“ auswählen. Die Anonymisierung der IP-Adresse ist in Deutschland aus Datenschutzgründen gesetzlich vorgeschrieben.

Gesetzlich vorgeschriebene Anonymisierung der IP-Adresse

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Der letzte Punkt den ich normalerweise in den Einstellungen verändere ist das Tracking der eingeloggten Besucher. Wenn Sie hier „No“ auswählen, werden eingeloggte Besucher von Google Analytics nicht erfasst. Sie können vorgeben, ob dies nur für Administratoren oder auch für Besucher anderer Benutzerrollen gelten soll.

Eingeloggte Benutzer nicht in Google Analytics erfassen

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Das wars – alle anderen Punkte der Einstellungsmaske können Sie in der Regel unverändert lassen – Es sei denn natürlich, Sie benötigen die entsprechenden Informationen und wissen, was Sie tun 🙂

Nach dem Klick auf „Save Changes“ ganz am Ende der Seite nimmt Google Analytics zuverlässig seinen Dienst auf – Und der Code geht auch nach einem Theme-Update nicht verloren.

Im Dashboard Ihrer WordPress-Installation finden Sie ab sofort eine Übersicht der wichtigsten Statistiken aus Ihren Google Analytics Account:

Statistiken aus Google Analytics

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Natürlich liefert Google Analytics noch viel mehr Informationen über Ihre Websites, aber um die wichtigsten Punkte im Blick zu behalten finde ich dieses kleine Widget im Dashboard sehr nützlich.

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Bildquelle:
© D.A. Trijaya – Fotolia.com

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Kommentare

Google Analytics ganz einfach – mit „Google Analyticator“ — 21 Kommentare

  1. „Dafür braucht man doch wirklich kein Plugin“…Natürlich braucht man streng genommen keines um ein bissl Code im Quelltext zu platzieren. Aber Plugins, wie zum Beispiel Google Analyticator, sorgen nun mal dafür, dass der Code nach Updates oder sogar Theme-Wechseln noch immer vorhanden ist. Das spart unter Umständen eine Menge Arbeit und Umstände.

    • Es gibt schon Alternativen. Wer Google Analytics nicht verwenden möchte, für den ist Piwik eine gute Alternative. Es gibt auch viele gute SEO-Tools, die man als Alternative zu den Webmaster Tools einsetzen könnte – Die meisten die ich kenne allerdings kostenpflichtig.

      • Ich glaube an den Google Webmastertools geht leider kein Weg dran vorbei. Schließlich teilt Google hier auch Indexierungsfehler und andere Probleme mit einer Webseite mit.
        Und da gerade wir in Deutschland sooo gerne Googlen und Inhalte scheinbar nur dort suchen, sind wir Blogger von einer einwandfreien Indexierung durch Google im Grunde abhängig.

  2. Pingback: Addis Techblog´s Must read - Lesetipps im Web « Addis Techblog

  3. Vielen Dank für den Tipp.
    Ich verwende bislang das kostenlose all in one SEO Pack. Da gibt es die Möglichkeit, den Trackingcode einzufügen. Nur für die erweiterten Google Analytics Funktionen muss man einen Codeschnippsel ersetzten.
    Viele Grüße

    alex

    • Hallo Alexander,

      die Möglichkeit besteht natürlich auch 🙂 – Auch wpSEO bietet die Möglichkeit, den TrackingCode in den Plugin-Einstellungen einzufügen und manche Themes haben ein Extrafeld in den Theme-Options, in denen der Tracking-Code eingetragen werden kann.

      Herzliche Grüße
      Michaela

  4. Hallo Michaela,

    vielen Dank für den genialen Tipp.

    Kann gut sein, dass man kein Plugin braucht um das zu aktivieren, aber das Argument mit den Updates zählt und ist entscheidend.

    Die Einrichtung hätte man vermutlich auch hinbekommen, aber dank deinem Artikel macht man es gleich richtig und spart sich viele Korrekturen.

    Die Einrichtung meines Blog geht mit Hilfe deiner Seite viel einfacher.

    Gruß Mario

  5. Ich persönlich nutze auch ein Analytics Plugin. Der Vorteil hier ist, dass man auf seinem Dashboard alle Eckdaten auf einem Blick sofort zur Verfügung hat…Ich persönlich nutze das Plugin Google Analytics Dashoard for WP. funktioniert bestens! Liebe grüße

  6. Hallo zusammen,
    ich habe den Google Analyticator jetzt auf mehreren Seiten getestet und festgestellt, dass ich bei einigen Themes (Enfold, HappenStance) die Widgets im Dashboard nicht mehr bearbeiten kann. Die Seiten selbst laufen noch prima, Widgets verändern geht erst wieder, wenn ich Google Analyticator deaktiviert habe. Hat das auch schon mal jemand beoabachtet?

    Gruß aus der Schweiz
    Gerd

    • Ich habe den Analyticator auf recht vielen Kundenseiten im Einsatz. Das Problem mit den nicht zu bearbeitenden Widgets im Dashboard habe ich auf einer einzigen Seite, da ist der Analyticator aber noch gar nicht aktiviert.

      Ich könnte mir vorstellen dass das ein Performance-Problem ist. Wenn der Arbeitsspeicher (nicht zu verwechseln mit dem Webspace) für die Website relativ knapp bemessen ist kann es sein dass zusätzliche Plugins zu Störungen führen – so ähnlich als hättest Du zuviele Programme auf Deinem Rechner geöffnet und dann siehst Du ständig nur noch die Sanduhr.

      Herzliche Grüße
      Michaela

  7. Guten Morgen Michaela,
    danke für deine Antwort. Ich glaube 256 Memory-Limit sind ausreichend, oder? P3-Profiler sagt, 24,52 MB Memory Usage.
    Ich hab das Problem bei allen drei Seiten bei zwei verschiedenen Hostern, auf denen ich Google Analyticator installiert habe. Sobald es aktiviert ist, werden mir im Dashboard, wenn ich auf Widgets gehe nur noch 2-4 Widgets angezeigt und die Widgetbereiche überhaupt nicht mehr, so dass ich keine Widgets bearbeiten kann. Auf den Seiten selbst wird aber immer alles korrekt angezeigt. Sobald ich das Plugin deaktiviere, kann ich auch die Widgetbereiche wieder bearbeiten.

    Wenn ich mal Zeit habe, schaue ich nach ner Alternative 😉

    Gruß
    Gerd

  8. Pingback: So richten Sie in WordPress ein Child-Theme ein › WordPress-Bistro

  9. Gerade lese ich, dass für Google Analytics Hinweise auf der Seite vorhanden sein müssen. Ansonsten drohen Abmahnungen. Gilt das nur für installierte Plug ins oder auch bei direkter Nutzung bei Google.
    Und wie und welche Infos muss ich darstellen.

    Hans-Jürgen

  10. Danke! Das war wirklich sehr hilfreich, da endlich mal Stück für Stück für einen Laien wie mich geschrieben – jetzt hat es auch geklappt (vorher nicht).

    DANKE!
    Kati

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