Was sind eigentlich Trackbacks und Pingbacks?

Was ist eigentlich ...Jeder, der einen WordPress-Blog betreut, kommt früher oder später mit Ihnen in Kontakt. Trackbacks und Pingbacks. Plötzlich tauchen kryptische Hinweise auf freizugebende Pingbacks im Postfach auf oder merkwürdige Verlinkungen in der Kommentarspalte.

Aber was steckt eigentlich dahinter? Das ist eine der häufigsten Fragen, die mir von Kunden gestellt wird. Und diese Frage möchte ich mit diesem Blogartikel gern beantworten 🙂

Was sind Pingbacks?

Pingbacks sind – kurz gesagt – ein automatischer Hinweis darauf, dass ein Blogartikel in einem anderen WordPress-Blog verlinkt wurde. Wenn ich also in einem Blogartikel auf einen anderen Artikel verlinke, dann erhält der Betreiber des verlinkten Blogs einen „Pingback“.

Umgekehrt signalisiert mir ein Pingback, das mein Artikel irgendwo anders verlinkt wurde. Wo genau, das sehe ich in dem Link des eingehenden Pingbacks. Das gibt mir die Möglichkeit, diesen Artikel zu lesen und – wenn es sinnvoll ist – auch zu kommentieren.

Das ist eine aus meiner Sicht sehr nützliche Funktion, denn Pingbacks untersützen die gegenseitige Vernetzung von Bloggern.

Übrigens: Pingbacks werden auch erstellt, wenn Sie in einem Blogartikel auf einen Artikel in Ihrem eigenen Blog verlinken. Ich finde das ganz praktisch – Dienen diese „Pingbacks“ doch quasi als Vorschlag für weiterführende Artikel.

Pingbacks kontrollieren

Wenn Sie trotzdem nicht möchten, dass Ihr WordPress-Blog Pingbacks versendet, dann können Sie diese Funktion auch abschalten.

Im Dashboard unter „Einstellungen“ -> „Diskussion“ finden Sie die folgenden Optionen:

WordPress Einstellungen Diskussion

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Wenn Sie das Häkchen bei „Versuche jedes in Beiträgen verlinkte Weblog zu benachrichtigen“ herausnehmen, dann versendet Ihr Blog künftig keine Pingbacks mehr.

In derselben Einstellung können Sie auch festlegen, dass Sie selbst keine Pingbacks (und Trackbacks) erhalten möchten. Dafür entfernen Sie einfach das Häkchen vor „Erlaube Link-Benachrichtigungen von anderen Weblogs“.

Ich persönlich würde diese Funktionen nicht deaktivieren – Dafür ist mir dieses Instrument als Informationsquelle zu wertvoll. Schlussendlich muss das jedoch jeder für sich selbst entscheiden.

Was sind Trackbacks?

Trackbacks haben im Prinzip die selbe Funktion wie Pingbacks: Sie sollen Blogbetreiber darüber informieren, dass Sie in einem Artikel erwähnt wurden.

Im Gegensatz zu Pingbacks werden Trackbacks jedoch nicht automatisch erstellt sondern müssen manuell verschickt werden.

In WordPress funktioniert das folgendermaßen: Beim Erstellen eines Artikel klicken Sie im Editor oben rechts auf den Button „Optionen“ und setzen in dem sich öffnenden Fenster ein Häkchen vor „Trackbacks senden“.

Wenn Sie dann etwas nach unten scrollen sehen Sie die nachfolgende Box:

Trackbacks versenden mit WordPress

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Dort tragen Sie die Adresse des Blogs ein, den Sie über die Erwähnung informieren möchten.

Nachteile von Trackbacks

Da es für Trackbacks nicht erforderlich ist, dass ein Blogartikel tatsächlich verlinkt wird, werden diese sehr häufig für Spam genutzt.

Die Hoffnung der Spammer: Die Trackbacks werden nicht als Spam erkannt, veröffentlicht und generieren so einen Backlink zu der im Trackback verlinkten Website, der möglicherweise suchmaschinenrelevant ist. Über Sinn und Zweck solcher zweifelhafter Maßnahmen muss man vermutlich nicht streiten – Es ist einfach nur nervig.

Aber es gibt ein ganz einfaches Mittel gegen diese lästige Spam-Form: Installieren Sie das Plugin „Antispam Bee„. In den Einstellungen dieses Plugins achten Sie darauf, dass unter „Sonstiges“ kein Häkchen gesetzt ist bei „Eingehende Ping- und Trackbacks ignorieren“. Dann werden Spam-Trackbacks zuverlässig aussortiert.

Trackbacks durch Antispam Bee ausfiltern

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Bildquelle:
© Jan Engel – Fotolia.com

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Kommentare

Was sind eigentlich Trackbacks und Pingbacks? — 79 Kommentare

  1. Hallo Michaela,
    gerade eben habe ich meinen ersten Pingback erhalten – es war ein eigener. Ziemlich erstaunt, was das denn sei und vor allem die Frage, ob gut oder nicht, ob nützlich oder nicht.
    Flugs Dr. Google befragt, treffsicher hier gelandet und dann auch noch gut versorgt worden – so soll’s sein.
    Vielen Dank für die Erklärung, auch ich „habe verstanden – check“. 😉
    LG

    • Danke für Deine Rückmeldung. Ich freue mich immer noch über jeden einzelnen Kommentar der zeigt, dass ich weiterhelfen konnte 🙂

      Herzliche Grüße
      Michaela

  2. Hey,
    vielen Dank für den Artikel!
    Habe das erste mal einen Blog erstellt in einem Musik Forum und da kam dann die Frage, ob ich Pingback und Trackback Aktivieren möchte.
    Beim lesen in diesem Blog habe ich in der Mitte schon mal kurz gestoppt es Aktiviert und den Blog mit Genuss weiter gelesen 🙂 Vielen Dank!

  3. Hallo, ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Auch wir versuchen derzeit einen Blog aufzubauen und stehen bei dem ein oder anderen Begriff noch etwas ratlos da. Die Informationen und Erklärungen deines Blogs sind auf den Punkt, kurz und knapp, aber super verständlich – perfekt!!

    Vielen Dank für deine Mühe, Grüße aus dem Rheinland,
    Wiland von http://www.wir-lieben-wild.de

  4. Auf diesem Blog hat mich Google schon ein paar mal gelockt, wenn ich etwas „ausgefallenes“ über WP wissen wollte. Bisher habe ich aber keinen Kommentar verfasst. Diesmal war das Stichwort „Pingbacks“ der Auslöser und es ist die erste Seite, auf der ich einen geistigen Einstieg geschafft habe. Jetzt muss ich nur noch ein wenig mehr über die technischen Hintergründe rausbekommen, evtl. muss ich ja auch nur mal praktisch einen erhalten 🙂

    Im Moment bin ich auch wegen der Diskussion um den Schutz privater Daten bei Kontaktformularen verunsichert. Da muss das Lesen der Datenschutzbestimmungen vor Senden ja nun bestätigt werden. So weit weg ist das ja beim Kommentar auch nicht. Der Text ist zwar für die Veröffentlichung bestimmt, die Mailadresse aber nicht und die wird aber doch gespeichert. Also habe ich die erst mal vorsichtshalber bei der Kommentarfunktion ausgeschalten. Aber wird die nun technisch für einen Pingbacks gebraucht?

    Vielen Dank für den Beitrag
    Michael von http://www.eurojobcenter.org

    • Hallo Michael, zugegeben, um 100% datenschutzkonform zu arbeiten muss man das mit der Internetpräsenz wohl tatsächlich sein lassen. 😉

      Bezüglich der Kommentare empfehle ich den Datenschutzgenerator von Thomas Schwenke ( datenschutzgenerator.de ) – dann hast Du den korrekten Text in Deiner Datenschutzerklärung. Ich merke gerade, ich muss auch meine dringend überarbeiten 😉

      Für den Pingback wird übrigens keine E-Mail-Adresse benötigt. Der wird ja nur zwischen zwei Blogs übermittelt, ohne Speicherung von E-Mail-Adressen.

      Herzliche Grüße
      Michaela

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